Chronische Multi-System-Erkrankungen (CMI)
Chronische Entzündungserkrankungen nehmen seit Jahren stark zu. Patienten haben oft einen langen Leidensweg und viele Arztbesuche hinter sich, bis ihnen wirklich geholfen wird.
Leider wird in medizinischen Fachorganisationen über die Ursachen für chronische Multi-System-Erkrankungen noch sehr kontrovers diskutiert. Medikamente sind sicher sehr wichti – aber es wird i.d.R. von den Beteiligten zu wenig Beachtung den Tatsachen/Ursachen geschenkt, das eine ungesunde Ernährung und Defizite im Vitalstoffhaushalt, steigende Schadstoffbelastungen, die zunehmende Komplexität von Fremdstoffen (u.a. auch die stark ansteigende Belastung mit Nano-Partikel), Bewegungsmangel, Reizüberflutung und Stress in Kombination mit genetischen Voraussetzungen zu erheblichen Dysbalancen und Fehlfunktionen im Immunsystem und der Immunabwehr führen können.
Immunologische Dysfunktionen (Störungen) spielen offensichtlich bei vielen chronischen Erkrankungen eine Schlüsselrolle. Die klassische Schulmedizin steht den immer häufiger anzutreffenden Fällen von Chronischem Erschöpfungs-Syndrom (
CFS), Fibromyalgie (
FMS) und Überempfindlichkeiten auf Chemikalien, Lebensmittel und Umwelt-Smog mehr oder weniger recht ratlos gegenüber. Sie kategorisiert diese inzwischen ein unter chronische Multi-System-Erkrankungen (CMI – Chronic Multisystem Illnesses).
Die pathogenen Immunreaktionen lassen sich nicht in die Muster von Autoimmunreaktionen und Allergien einordnen. Auffallend ist jeweils eine Fehlsteuerung der Entzündungsmechanismen des Immunsystems (Dysbalance der individuellen Toleranzmechanismen). Die Auslöser der Fehlsteuerung (Dysregulierung) können dabei vielfältig und individuell verschieden sein und resultieren aus der engen Vernetzung des komplexen Immun-Systems mit dem Nerven- und Hormon-System. Als immunologische Auslöser können neben Bakterien, Viren und Schadstoffen auch psychische Faktoren in Frage kommen.
Die Diagnostik erfordert eine umfangreiche Anamnese mit Differentialdiagnostik zu möglichen Ursachen und darauf basierend die Durchführung verschiedener Laboruntersuchungen (mehrere Module, in einer Art Stufendiagnostik veranlasst werden).
Betroffene Patienten klagen über systemische Beschwerden wie Kopfschmerzen, Erschöpfung, Antriebslosigkeit, Muskel- und Gelenkschmerzen, kognitive Einschränkungen, Gedächtnislücken, Konzentrationsstörungen und Depressionen, wobei der Symptom-Komplex individuell sehr unterschiedlich gewichtet sein kann. Hauptschwerpunkt der Diagnostik und Therapie ist die Immunabwehr und die ganzheitliche Stärkung des Immunsystems; dies gilt selbst dann, wenn die konventionellen Immunparameter (Autoantikörper, Immunglobuline im Serum, Lymphozytensubpopulationen) keine signifikanten Auffälligkeiten zeigen.



