Diagnostik
Die Diagnostik durch unsere Ärzte basiert auf einer umfangreichen Anamnese, in welcher Ihre konkreten Beschwerden und Ihre Vorgeschichte aufgenommen und bewertet werden. Parallel werden spezielle Laboruntersuchungen Ihres Blutes in Auftrag gegeben und im engen Zusammenwirken mit dem Laborarzt ausgewertet.
Die Diagnostik beinhaltet u.a.
- eine umfangreiche Anamnese mit Aufnahme und Bewertung der konkreten Beschwerden und der Historie (inkl. vorangegangener Arztkonsultationen und deren Ergebnissen)
- eine körperliche und evtl. notwendige technische Untersuchungen (Ultraschall, EKG, etc.)
- Differenzialdiagnostik: Abgleich mit anderen Krankheitsbilder, die ähnliche Symptome (insbesondere mit chronischen Entzündungen) aufweisen
- Auswertung des Co-Infektionsbogens
- Festlegung notwendiger Laboruntersuchungen: i.d.R. Antikörperbestimmung (ELISA und Immunoblot), Elispot-LTT Lymphozyten-Transformations-Test und bei chronischen Borreliosen CD3-/CD57+ (NK-Zellen) – sowie bei Verdacht auf Co-Infektionen entsprechende Tests
- Durchführung der Blutabnahme für die Laboruntersuchungen
- Auswertung der Laborergebnisse und finale Feststellung der Diagnose.
Nachstehend finden Sie beispielhaft Informationen zur Diagnostik bei Verdacht auf Borreliose. In der Seitennavigation finden Sie Erläuterungen zu den
chronischen Multi-System-Erkrankungen – u.a. zu
CMS (chronisches Erschöpfungs-Syndrom),
Fibromyalgie (FMS) und
Morgellons. In unserem Ärzte-Team haben wir u.a. einen erfahrenen Rheumatologen (Dr. med. Götz) sowie eine Kinderärztin (Dr. med. Brockhorst). Dr. med. Nicolaus behandelt in enger Zusammenarbeit mit amerikanischen Kollegen Patienten mit Verdacht auf Morgellons.
Borreliose: Bei Verdacht auf Borreliose ist die Labordiagnostik für den Nachweis der Borrelien entscheidend. Die Diagnostik muss unter Berücksichtigung der Anhaltspunkte aus der Anamnese, den Laborergebnissen und evtl. Hinweisen auf mögliche Co-Infektionen wie ein Mosaik zusammengefügt werden. Das verlangt einen erfahrenen Borreliose-Diagnostiker, der auch alle anderen Erkrankungen diagnostizieren und beurteilen können muss.
Die Diagnostik steht unter der Leitung von Dr. med. Armin Schwarzbach, einem seit vielen Jahren erfahrenen Facharzt für Laboratoriumsmedizin und ausgewiesenem Borreliose-Spezialisten.
In einem persönlichen Beratungsgespräch werden zugleich alle in der Vergangenheit erhobenen Laborbefunde berücksichtigt und mit dem Patienten erörtert.
Die laborärztliche Diagnostik orientiert sich primär an den Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für Hygiene und Medizinische Mikrobiologie (MiQ12 Lyme-Borreliose). Gerade die Komplexität einer Borreliose -Erkrankung ist damit allerdings nicht ausreichend zu erfassen und bedarf zusätzlicher laborärztlicher Diagnostik. Deshalb werden weitere international anerkannte Methoden, die zum Nutzen der Patienten vor und nach der Therapie von erheblicher Bedeutung sind, angewendet (z.B. Borrelien-Lymphozyten-Transformationstest (als weiterentwickelter LTT), CD3-/CD57+ Zellen).
Das beauftragte Labor zur Analytik lebenswichtiger Vital-Parameter, insbesondere im Rahmen der medikamentösen Therapien (z.B. Infusionstherapien), stellt sicher, dass auf Basis der ermittelten Labor-Werte schnellstmöglich weitere therapeutische Entscheidungen getroffen werden können.
Die Laboranalysen sind nur ein Teil der umfangreichen Diagnostik. Unsere erfahrenen Mediziner der ärztlichen Partnerschaft kennen das breite Spektrum der möglichen Krankheitsbilder, die sich u.a. durch folgende „unspezifischen Allgemeinsymptome“ bemerkbar machen:
Im Gegensatz zu einer organischen Erkrankung treten die Krankheitssymptome bei Borreliose in Schüben mit wechselnder Intensität und Lokalität auf. Viele Patienten haben während ihrer Schübe auch leichtes Fieber. Co-Infektionen mit anderen Bakterien werden zunehmend häufiger und führen zu komplizierten Krankheitsverläufen.
Ein Großteil der Beschwerden und Symptome bei Borreliose basieren auf chronischen Entzündungen. Aus diesem Grund kommt der Differentialdiagnostik (siehe nachstehende Tabelle) eine so wesentliche Bedeutung zu. In vielen Fälle ziehen wir auch spezialisierte Arzt-Kollegen konsiliarisch hinzu.
Denn: chronische Entzündungen treten bei vielen Krankheitsbildern auf. Zusätzlich zu den "klassischen" Erkrankungen dieser Art wie etwa Rheuma oder Hepatitis zeigen weitaus mehr Erkrankungen solche Entzündungsprozesse: Arteriosklerose, eine Schwächung des Herzmuskels, Erkrankungen der Niere oder des Nervensystems - um nur einige Beispiele zu nennen. Das Grundmuster ist oft ähnlich; meist handelt es sich um entzündliche Veränderungen an den Gefäßen. Verantwortlich sind sog. Autoimmunreaktionen; dabei spielt das eigene Immunsystem verrückt und attackiert nicht nur eindringende Bakterien und Viren, sondern auch Teile des Körpers. Die entstehende Entzündung kann in der Folge über unterschiedliche Mechanismen zu einer Zerstörung von Geweben und kompletten Organen führen.
Chronische Entzündungserkrankungen werden oft auch als
chronische Multi-System-Erkrankungen (CMI – chronic multi system illnesses) bezeichnet, für deren Verursachung unser ungesunder Lebensstil und Umweltfaktoren mit verantwortlich zeichnen. Zu beobachten ist eine bereits lang andauernde „Übersäuerung“ im Körper und eine Überlastung der wichtigsten Entgiftungs-Organe (Leber/Niere/Darm). Das Immunsystem und die Immunabwehr sind i.d.R. gravierend geschwächt und teilweise sogar gestört (Autoimmunreaktionen). Dieser Zustand kann durch unsere „moderne“ Lebensweise verursacht werden – z.B. durch eine ungesunde Ernährung, Stress, kaum Bewegung und/oder Chemikalien/Elektrosmog; gewisse intelligente Erreger – wie z.B. die Spiralbakterie „Borrelie“ – forcieren diese Entzündungen im Rahmen eines komplexen Wechselspiels mit der Immunabwehr. Die Betroffenen klagen neben den Schmerzen und Beschwerden der Entzündungsreaktionen auch über einen deutlichen Leistungsabfall, Müdigkeit und Antriebsarmut.
Chronische Entzündungserkrankungen können erfolgreich behandelt werden. Dazu gibt es ein breites Spektrum von schulmedizinischen Maßnahmen sowie diese ergänzende komplementäre Maßnahmen und Handlungsanweisungen zur „Selbsthilfe“ des Patienten.
Tabelle 1: Häufige Krankheitsbilder mit chronischen Entzündungen
(alphabetisch)
Alzheimer Krankheit
Atemwegsbeschwerden: Asthma, chronische Bronchitis, Emphysem
Blutzuckerprobleme
Borreliose und mögliche Co-Infektionen (Babesien, Bartonellen, Ehrlichien, Chlamydien, Rickettsien/Coxiellen, Mykoplasmen und bestimmte Viren: EBV, CMV, HSV)
Chronisches Erschöpfungs-Syndrom (CFS)
Darmerkrankungen, entzündliche: Colitis ulcerosa, Crohns Erkrankung
Fettleibigkeit (deutliches Übergewicht - Adipositas)
Fibromyalgie (FMS) - chronische Schmerzkrankheit mit Symptomen in der Muskulatur des Gelenk- bzw. Bewegungsapparates
Gicht
Herzkrankheiten
Kandidose oder Soor: eine Pilzinfektion – systemische Hefe-Überwucherung
Kopfschmerzen (einschließlich Migräne)
Krebs
Lebensmittelunverträglichkeiten (Allergien und Empfindlichkeiten) und mögliche Ess-Störungen
Leber Erkrankungen
Lupus: Autoimmunerkrankung – Schmetterlingsgeflecht im Gesichtsbereich
Multiple Sklerose
Nieren-Erkrankungen
Parkinson
Rheuma (Rheumatoide Arthridis) und eventuell Osteoarthritis
Zystische Fibrose: Mukoviszidose, eine erbliche Erkrankung - nicht heilbar
Hinweis: Diese Aufstellung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Im Rahmen einer Differentialdiagnostik ist auf Basis der Klinik (Symptomatik) im Detail jeweils abzuklären, welche Krankheitsbilder und Ursachen in Betracht kommen. Denn: nicht alles ist Borreliose! Im Rahmen der notwendigen Anamnese ist auch die Krankheitshistorie mit abzuprüfen. Bei Bedarf schalten wir externe ärztliche Spezialisten mit ein.
Wir nehmen Ihr Anliegen / Ihre Erkrankung ernst und hören Ihnen zu! Wir Ärzte der Ärztlichen Partnerschaft wissen darum, wie oft gerade Chronische Borreliose Erkrankungen verkannt und betroffene Patienten bis hin zu psychisch krank, labil, schwer depressiv eingestuft wurden/werden.
Für die notwendigen körperlichen Untersuchungen im Rahmen der Diagnostik und zur Unterlegung der Anamneseerkenntnisse steht der ärztlichen Partnerschaft ein breites Spektrum moderner Diagnostikgeräte zur Verfügung:
- Ruhe EKG
- Belastungs-EKG (Ergometrie)
- Lungenfunktion
- Spiroergometrie
- Sonographie (Bauch- und Urogenitalorgane, Schilddrüse, Herz- einschließlich Farbduplex, Gefäße, auch Hirnzuführende Gefäße)
- OVP/ DPPG (Venen- und Gefäßdiagnostik)



